Grenzsteine Nr. 17H, Nr. 19C, Nr. 43C und Nr. 77 im Grenzabschnitt 2.0. Volkmarsen

Im Frühjahr 2019 haben Bernhard Wiemers und Lothar Ernst aus Beverungen-Dalhausen auf der ehemaligen Landesgrenze zwischen Waldeck und Kurköln im Abschnitt Volkmarsen die bisher nicht dokumentierten Landesgrenzsteine 17H, 19C, 43C und Nr. 77 von 1663 entdeckt.

Mit den von Bernhard Wiemers zur Verfügung gestellten Fotos und Ausschnitten der auf DVD im Buch abgelegten Grenzkarte Volkmarsen werden die Steinfunde vorgestellt.

Zwischensteine Nr. 17H und Nr. 19C von 1855

Zwischenstein Nr. 17H ist tief in den Boden gesunken. Nr. 19C steht hoch über dem Boden und zeigt in der unteren Steinhälfte die eingehauene Jahreszahl „1855“. Nr. 43C ist ein Zwischenstein von 1868. Der Stein liegt mit der W-Seite auf dem Boden. Die sichtbare preußische Steinseite zeigt die zweizeilige Beschriftung „N 43 C / K P“.

Nr. 77 von 1663

B. Wiemers und L. Ernst haben das fragmentarisch erhaltene Oberteil eines Grenzsteins etwa 20 m entfernt von dem dokumentierten Ersatzstein Nr. 77 gefunden. Das Steinfragment zeigt beidseitig Reste der eingesenkten Kreisfelder für die darin erhaben herausgearbeiteten Wappensymbole in der für viele Grenzsteine von 1663 typischen Art. Auf der kurkölnischen Steinseite des Fragments hat sich der untere Teil des Kurkölner Kreuzes erhalten. Da auf der Gegenseite die Ziffer „77“ eingehauen ist, sind wir sicher, dass es sich bei dem Steinfund um das Fragment des 1663 gesetzten Landesgrenzsteins handelt für den nach Zerstörung im 19. Jahrhundert der Ersatzstein Nr. 77 aufgestellt worden ist.