Grenzstein Hessen/Waldeck Nr. 119 im Abschnitt 3.1. Gudensberg

Helmut Most und Wolfgang Stoyke aus Kleinenglis haben schon im Frühsommer des vergangenen Jahres den bislang als verschollen geltenden Grenzstein Hessen-Waldeck Nr. 119 von 1739 im Heimatmuseum von Homberg/Efze gefunden und die eingefügten Fotos zur Verfügung gestellt.


Der Stein stand ursprünglich an der Landstraße zwischen Geismar und Wellen.

Wegen meiner Arbeit über die historischen Grenzsteine des Hochstifts Paderborn hat dieser Beitrag lange auf sich warten müssen.
Ich hoffe, dass ich meine Website bald wieder zeitnah aktuell halten kann.

Die historischen Landesgrenzsteine des Hochstifts Paderborn

Eine umfangreiche Arbeit zu den historischen Landesgrenzsteinen des Hochstifts Paderborn steht vor dem baldigen Abschluss.

Kürzlich habe ich bei den Grenzerkundungen einen für mich bisher einmaligen Fund gemacht. Auf den Geländermauern der Napte-brücke bei Wöbbel von 1842 sind über der Fluss(Bach)mitte zwei Grenzmale aufgestellt, welche hälftige Flachreliefs der Hoheits-symbole der Grenzanrainer – Preußischer Adler / Lippische Rose – zeigen. Da die Reliefs stark verwittert sind, konnte ich sie zunächst nicht deuten und hatte über eine Flussnymphe spekuliert. Erst eine Anfrage bei der Denkmalbehörde brachte Klarheit.


Die Brückengrenzsteine bei Wöbbel sollen nach einem Vorbild an der Grenze zwischen Braunschweig und Lippe angefertigt worden sein.  Ich wüsste gern, ob jemand die Braunschweig/Lippe Brücke oder ähnliche Grenzmarken auf anderen Brücken kennt.

Grenzsteine Nr. 129, Nr. 130 und Nr. 131 im Grenzabschnitt 5.1. Fritzlar

Helmut Most und Wolfgang Stoyke aus Kleinenglis haben im März dieses Jahres nochmals die Grenze Waldecks zu Fritzlar bei Ungedanken nach fehlenden Grenzsteinen abgesucht und die 1828/29 zu kurhessischer Zeit Fritzlars gesetzten Landesgrenzsteine Nr. 129, Nr. 130 und Nr. 131 entdeckt.
Die von Helmut Most zur Verfügung gestellten Fotos zeigen die am Rand eines Feldgehölzes umliegenden Grenzsteine.
Nr. 129 und Nr. 130 sind sehr gut erhalten, während Nr. 131 stärker beschädigt ist.

Es wäre schön, wenn die drei Steine wieder an ihren angestammten Standorten oder in deren unmittelbarer Nähe aufgestellt werden könnten, wie es von Helmut Most und Wolfgang Stoyke angestrebt wird.

 

Neues: Hessen / Nordrhein-Westfalen Höxter Süd Nov. 2016

Im Jahr 2011 ist die Grenzsteindokumentation „Historische Landesgrenzsteine zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen im südlichen Kreis Höxter“ als 9. Arbeitsheft des LWL-Amtes für Denkmalpflege in Westfalen erschienen. Die Dokumentation fußte auf Erkundun­gen, die bis 2009 auf der Südgrenze des Kreises Höxter von der Weser bei Bad Karlhafen bis an die Diemel südwestlich von Scherfede (Warburg) durchgeführt worden sind.

Die Publikation war bald vergriffen und wird deshalb weiter als komprimierte PDF-Datei zum Download zur Verfügung gestellt. Über eine ganze Reihe neuer Grenzsteinbefunde, die sich nach 2011 bei stichpunktartigen Überprüfungen und gezielter Suche – z.T. aufgrund von Hinweisen – in zunächst ohne Befund gebliebenen Bereichen ergeben haben, wurde hier regelmäßig berichtet und die neuen Erkenntnisse auf einzeln überarbeiteten Textseiten der Publikation von 2011 dargestellt. Aufgrund der wachsenden Zahl zu überarbeitender Seiten hat sich dieses Verfahren als nicht mehr praktikabel erwiesen, so dass eine vollständige Neufassung der Dokumentation erstellt werden soll, die auch die Diemelgrenze um Wrexen (Diemelstadt) einbezieht und damit die gesamte Grenze des Kreises Höxter (Nordrhein-Westfalen) zum Bundesland Hessen umfasst.
Neben der inhaltlichen Abrundung wird die aus den drei historischen Nachbarterritorien im Südosten des ehemaligen Fürstbistums Paderborn vorgegebene Grundgliederung der Dokumentation etwas modifiziert. An die erläuternden Darstellungen der drei Grenzabschnitte wird sich jeweils direkt eine von Ost nach West fortlaufende Fotodokumentation der einzelnen Standortbe­funde anschließen. In einem gesonderten Kapitel sollen die gesamten Ergebnisse gegenübergestellt und abschließend Ursachen für Verluste historischer Grenzsteine aufgelistet und Maßnahmen zu deren Schutz und Erhaltung erörtert werden.
Die im Anhang beigefügte tabellarische Zusammenstellung der Befunde wird verfeinert und um die UTM-Koordinaten der nachgewiesenen Standorte ergänzt.

01-front-a2

Historische Grenzsteine im südlichen Eggegebirge

front-end

Die Publikation ist am 14.11.16 der Presse vorgestellt worden.

Ab sofort kann sie in den Buchhandlungen Linnemann Paderborn und Podszun in Warburg, beim Waldeckischen Geschichtsverein, beim Altertumsverein Paderborn und im Waldinformationszentrum Hammerhof  für 10,- €/Stück erworben werden.

Der erste Pressebericht in der „Neuen Westfälischen“ ist als PDF-Datei angefügt.

 

nw-15-11-16-1a

 

Zwischensteine 6B und 6C im Abschnitt 2.7. Grönebach

Nach unermüdlicher Suche hat Herbert Roy aus Willingen im Frühsommer 2016 auch die beiden bisher nicht dokumentierten preußischen Zwischensteine Nr. 6B und Nr. 6C von 1864 an der Hoppecke ausfindig gemacht.
Der gut erhaltene Zwischenstein Nr. 6C von 1864 zeigt die übliche schlichte Gestaltung der nach 1850 gesetzten preußischen Grenzsteine. Auf der waldeckischen Steinseite sind oben die Initialen „FW“, in der Mitte die Nummernzeichnung und darunter die Jahreszahl eingekerbt. Auf der preußischen Steinseite sind nur die Initialen „KP“, für Königreich Preußen, erkenntlich.

006zcbspressen-waldeck-1864Zwischenstein Nr. 6C von 1864 – beidseitig

Am Standort 6B befinden sich mehrere Steinfragmente ohne erkennbare Zeichnung, bei denen es sich wohl um Überbleibsel des Zwischensteins Nr. 6B handeln dürfte. Das Foto zeigt das größte Bruchstück mitten im Bachbett.

006zbbspressen-waldeck-1864Fragment von Zwischenstein Nr. 6C im Bett der Hoppecke

Zwischenstein 27N im Abschnitt 4.0. Vöhl neu gefunden

Am Grenzaufstieg über den Lindenberg zur Hünselburg wurde bei einer Wanderung am 18.04.16 der umgeworfene Zwischenstein Nr. 27 N neu entdeckt.

Zwischen den Steinen Nr. 27I und Nr. 27N verlässt der heutige Wanderpfad die Grenzlinie und läuft etwas nach Westen versetzt über den felsigen Rücken des Lindenberges. Eine Nase des Bergrückens ist als topografischer Punkt mit einem Granitstein besetzt. Entgegen der ursprünglichen Annahme handelt es sich nicht um einen Ersatzstein für 27N, der nun einige Meter weiter nördlich und wenige Meter westlich des Wanderpfads gefunden wurde. Nr. 27N reiht in die Gestaltungsserie der wohl 1746 zahlreich gesetzten Zwischensteine am Lindenberg ein.

 69mk
Nr. 27N von 1746 – 18.04.16.

Wenige Meter südlich des Standorts Nr. 27N verlässt der Wanderpfad die Grenzlinie027N 1746 a -21.4.16- 23m.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.